Future Agro Challenge 2017

Der internationale Wettbewerb vergibt den Titel "Agribusiness of the Year" an junge Unternehmen mit innovativen Ideen im Bereich Ernährung und Landwirtschaft.

Die Future Agro Challenge (FAC) ist der weltweit größte Wettbewerb in der Lebensmittel- und Agrarbranche. Er richtet sich an junge innovative Unternehmen, deren Ziel es ist, die Nahrungsmittelproduktion vom Erzeuger bis zum Verbraucher zu revolutionieren. Der Wettbewerb setzt sich dafür ein, "Agripreneure" in den Fokus zu rücken, um die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern, Wasserverschwendung in der Landwirtschaft zu vermeiden und einen Beitrag zur Ernährungssicherheit und zum Einsatz neuer Technologien zu leisten.

Die Future Agro Challenge (FAC) findet im Rahmen der Global Entrepreneurship Week statt und vergibt ein Mal im Jahr anlässlich des Global Agripreneur Summit den Titel "Agribusiness of the Year" an ein bahnbrechendes Unternehmen aus dem Bereich Ernährung und Landwirtschaft.

Deutschland beteiligt sich im Rahmen der Gründerwoche Deutschland an der Future Agro Challenge. Der deutsche Vorentscheid wird vom RKW Kompetenzzentrum durchgeführt, das die Gründerwoche Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bundesweit koordiniert.

„MonitorFish“ vertritt Deutschland beim internationalen Finale

In der deutschen Vorauswahl am 29. September 2017 in Dortmund setzte sich das Unternehmen „MonitorFish“ gegen seine Mitbewerber in einem spannenden Pitch-Event vor einer Experten-Jury durch. Es wird im April 2018 beim internationalen Finale in Istanbul antreten.

Jury und Gewinner der deutschen Vorauswahl zur Future Agro Challenge 2017/2018
vl.n.r.: Jürgen Burks (Ruhpott Startups), Joana Wensing (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Birgitta Ratazzi-Förster (RKW Kompetenzzentrum), Dominik Ewald, Manikandan Calavai Sabapathy (MonitorFish), Jan Ritter (Seed Forward), Martin Kalhöfer (GTAI), Wilhelmina Jewell Sparks (Bundesverband Deutsche Start-ups), Matthias Wischnewsky (Deutsche Business Angels Netzwerk Deutschland e.V.)
© Westfalenhalle Dortmund/Anja Cord

Das 2017 gegründete Start-up, das in Dortmund von Manikandan Calavai Sabapathy und Dominik Ewald vertreten wurde, bietet kognitive Fähigkeiten künstlicher Intelligenz in der Fischzucht an, um eine hochqualitative und -quantitative Fischproduktion zu gewährleisten. Ihre eigene Datencloud-basierte AnFish©-Software erleichtert die präzise Aufrechterhaltung der Fischgesundheit während der Fischproduktion.

MonitorFish setzte sich in dem spannenden Pitch-Event gegen drei weitere Start-ups durch: BetterECO (Berlin), ErnteBox (München) und PERMAGOLD (Dresden).

Die Jury hob bei ihrer Begründung insbesondere hervor, dass MonitorFish in einem Sektor aktiv ist, der für die Nahrungsmittelgrundlage einer wachsenden Weltbevölkerung von enorm großer Bedeutung ist. Auch die Teamzusammenstellung und der professionelle Auftritt überzeugten die Juroren. „Wir freuen uns schon sehr auf Istanbul und werden uns intensiv darauf vorbereiten, um den Titel ‚Agripreneur of the Year‘ mit nach Berlin zu holen!", so Team-Mitglied Dominik Ewald.

Die Gewinner der internationalen Endrunde erhalten ein individuell auf ihre Bedürfnisse zusammengestelltes Paket aus Dienstleistungen, Zugang zu Networking-Kanälen in unterschiedlichen Märkten und medialer Aufmerksamkeit, mit dem Ziel, die Entwicklung der Unternehmen zu fördern.

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Rückblick 2016

Mit dabei war auch das Start-up SeedForward aus Oldenburg. Zusammen mit sieben weiteren Finalisten hat es die Ausgründung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in die Schlussrunde geschafft. SeedForward wurde 2015 gegründet und entwickelt biologische Saatgutbeschichtungen, Bodenverbesserer und Pflanzenstärkungsmittel. Die Gründer werden durch das BMWi-Förderprogramm EXIST-Gründerstipendium unterstützt.

Auch wenn es für den Titel "Agribusiness of the Year" nicht gereicht hat, hat sich die Reise für die Oldenburger dennoch gelohnt. Sowohl während der Vorbereitungen für das Finale als auch bei der Präsentation im Rahmen des Global Entrepreneurship Congress konnten sie jede Menge Kontakte knüpfen.