Ideen für Schulen am „Tag des Unternehmergeistes“

Gemeinsam mit dem Initiativkreis „Unternehmergeist in die Schulen“ ruft das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie allgemeinbildende und berufliche Schulen dazu auf, unter dem Dach der Gründerwoche Deutschland einen „Tag des Unternehmergeistes“ anzubieten.

Die folgende Übersicht wurde von SCHUL/BANKER – Das Bankenplanspiel des Bundesverbandes deutscher Banken, JUNIOR Schülerfirmenprogramme und business@school – Eine Initiative von The Boston Consulting Group für Schülerinnen und Schüler zusammengestellt. Alle drei sind Partner des Initiativkreises „Unternehmergeist in die Schulen“.

Ideen für Schulen am „Tag des Unternehmergeistes“

Veranstaltet einen Tag der offenen Tür für Mitschüler, Lehrer und Eltern, an dem Ihr Euer Projekt vorstellt. Lasst Euren Ideen freien Lauf: Beispielsweise könnt Ihr einen Infostand oder eine Beamerpräsentation vorbereiten, Poster oder Flyer entwickeln, ein Quiz mit Fragen zu Eurem Projekt erfinden, eine Fotowand machen oder einen Film drehen…

Kontaktiert einen Vertreter der regionalen Presse oder eine Kontaktperson beim regionalen Radio oder Fernsehen und stellt Euer Projekt vor. Vielleicht gelingt es Euch, die Person dazu zu bewegen, Euch zu besuchen, zu interviewen und über Euch zu berichten.

Versucht, ein lokales Unternehmen oder eine Bank zu gewinnen, deren daily business für Euer Projekt interessant oder diesem ähnlich ist. Besucht das Unternehmen, lasst Euch informieren und einführen … schreibt einen Bericht hierzu und schickt uns Fotos!

Kontaktiert ein lokales Unternehmen oder eine Bank an Eurem Schulort und holt Euch einen Unternehmensgründer oder Banker an die Schule, der „live“ aus der Praxis berichtet. Wie wurde aus der Idee ein Plan? Und wie ist es gelungen, ein erfolgreiches Unternehmen zu werden? Wie begleitet man ein Unternehmen bei der Gründung?

Wenn Ihr schon eine oder mehrere Schülerfirmen an Eurer Schule habt: Stellt sie vor! Präsentiert Eure Produkte oder Dienstleistungen an einem Messe/Verkaufsstand und ladet die örtliche Presse dazu ein.

Praxisbeispiele aus Schulen

Im vergangenen Jahr hat sich eine Reihe von beruflichen und allgemeinbildenden Schulen an der Gründerwoche beteiligt. Dazu gehörten u.a. die Berufliche Schule Bebra mit dem Unternehmergeisttag und die Internatsschule Schloss Hansenberg. Die Internatsschule Hansenberg gehört übrigens zu den Finalisten des Europäischen Unternehmensförderpreises 2017. Ihr BIRTH-Konzept überzeugte durch ein integriertes MINT-und Wirtschaftsprojekt zur Förderung von Unternehmergeist.

Weitere Ideen für Schulen und Hochschulen

Fordern Sie Studierende und/oder Schülerinnen und Schüler auf Dreierteams zu bilden und rund um das Thema "Stift" einen möglichst hohen ökonomischen, ökologischen, sozialen oder künstlerischen Mehrwert zu schaffen. Einzige Bedingung: Als "Arbeitsgerät" wird nur ein Stift (Textmarker) eingesetzt. Bei bisherigen Wettbewerben dieser Art wurde z. B. ein Stift-Video gedreht, ein Silent-Dating veranstaltet, bei dem nur per Stift und Papier kommuniziert werden durfte, es wurden Spiele entwickelt, Bilder gemalt und verkauft usw. Nach 24 Stunden müssen die Teams ihre Idee präsentieren und deren weitere Entwicklung täglich beschreiben.

Fragen Sie die Jugendlichen vorab nach ihren Wunsch-Berufen: Möchten sie eher selbständig oder angestellt tätig sein. Im Anschluss besuchen die Jugendlichen in Kleingruppen mit jeweils einer Lehrperson verschiedene Unternehmen. Die Auswahl der Betriebe sollte die Berufswünsche der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Anschließende Fragen zur Diskussion: Werden die jeweiligen Wunsch-Berufe der Schülerinnen und Schüler eher selbständig oder in einer angestellten Tätigkeit ausgeführt?

Unternehmerinnen und Unternehmer gewähren Schülerinnen, Schülern oder Studierenden einen Einblick hinter die Kulissen ihres Unternehmens. Für einen Tag erleben sie den Alltag eines Unternehmers oder Managers und lernen so dessen Arbeits- und Verantwortungsbereiche kennen.

Selbstbewusst Interviews führen und an Diskussionsrunden teilnehmen. Das Unternehmen und Produkt überzeugend präsentieren: All das können Jugendliche in einem Moderatorenworkshop lernen. Laden Sie zum Beispiel einen Hörfunkmoderator ein, der den Jugendlichen die ersten rhetorischen Gehversuche zeigt: sicher Auftreten, eine deutliche Aussprache und einfach gut rüberkommen.

Organisieren Sie Diskussionsrunden, bei denen junge Unternehmerinnen oder Unternehmer Studierenden über ihre Erfolge und Fehlschläge beim Aufbau ihres Unternehmens berichten.

Organisieren Sie eine Seminarreihe, die das Thema "Existenzgründung" wissenschaftlich durchleuchtet. Es soll deutlich werden, dass das Thema "Unternehmertum" in alle Studien- Fachrichtungen integriert werden sollte.

Es gibt Institute, die künftige Trends erforschen. Laden Sie einen Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter eines solches Instituts ein. Sie oder er kann deutlich machen, in welche Richtung sich die Bedürfnisse und Wünsche von Verbrauchern entwickeln und welche erfolgversprechenden Geschäftsideen sich daraus ergeben.

Organisieren Sie eine Gesprächsrunde für Studierende, in der in lockerer Atmosphäre Gründungsideen diskutiert werden können. Am Ende der Veranstaltungen sollten sich erste Ideen herauskristallisiert haben, die auf einer Liste zusammengefasst werden. Die Studierenden sollten motiviert werden, ihre Ideen umzusetzen.

Organisieren Sie auf dem Campus eine Gründernacht. Geben Sie jungen Unternehmerinnen oder Unternehmern die Möglichkeit, ihr Unternehmen zu präsentieren, und machen Sie mittels einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft klar, wie wichtig Unternehmergeist ist.

Starten Sie eine Workshop-Reihe, in der die Möglichkeiten der Existenzgründung schon während des Studiums erläutert werden. Dabei sollten Versuchsprojekte wie Studentenfirmen und virtuelle Unternehmensgründungen in den Vordergrund gestellt werden.

Laden Sie die Gründungsberater der regionalen Gründungsinitiative oder einen Berater der Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer ein, um Berufsschülerinnen und -schülern die Option "Selbständigkeit" näher zu bringen.

Starten Sie einen Workshop, in dem Unternehmerinnen und Unternehmer der Region ihre Standpunkte zur Ausprägung unternehmerischer Kenntnisse und Fähigkeiten diskutieren. Welche Skills sollten im Studium vermittelt werden? Sind die Unternehmen der Region zufrieden mit den Absolventen der regionalen Hochschulen?

Unternehmerinnen oder Unternehmer der Region stellen einem Schüler- bzw. Studierendenteam ihre Unternehmensphilosophie sowie die Produkte und Personalplanung vor. Jetzt soll das Team eine Strategie entwickeln, das jeweilige Produkt sowie das Unternehmen bestmöglich zu vermarkten.

In einem Projekt erforschen Schüler oder Studierende die erfolgreichen Unternehmen der Region in den letzten 60 - 70 Jahren. In einer kreativ gestalteten Präsentation stellen sie diese Unternehmen vor.

In einem Workshop arbeiten die Schülerinnen und Schüler zunächst Fallbeispiele zu den Themen Berufsorientierung, Gründung, Unternehmensnachfolge und Selbständigkeit aus. Anschließend werden die Rollenanweisungen für NachfolgerIn, ExistenzgründerIn, UnternehmerIn, Freund bzw. Freundin entwickelt. Während der Aufführung werden auf Zuruf aus dem Publikum kurze Szenen rund zur beruflichen Selbständigkeit improvisiert.