Familienunternehmen und Gründungen

Junge Frau und älterer Mann gemeinsam im Büro

Das RKW Kompetenzzentrum hat in Kooperation mit dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover die gründungsbezogenen Rahmenbedingungen in Deutschland für Familienunternehmen untersucht.

Im Jahr 2018 hatte der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) - das weltweit größte Forschungsprojekt zur Analyse von Gründungsaktivitäten und zu Gründungseinstellungen in 49 Ländern - ein Sonderthema in die Umfrage integriert, um zu analysieren, wie stark das Gründungsgeschehen durch familiäre bzw. verwandtschaftliche Bezüge geprägt ist. Die Anzahl der Familienunternehmen in Deutschland ist im Vergleich zu anderen Industrienationen verhältnismäßig hoch. 91 Prozent aller nicht-öffentlichen Unternehmen in Deutschland sind von Familien geführte und kontrollierte Unternehmen - und sie beschäftigen mit rund 60 Prozent deutlich über die Hälfte der in der Wirtschaft Arbeitenden. Auch spielen Familienunternehmen eine bedeutende Rolle in ländlichen Regionen. Deutsche Familienunternehmen sind meist Mittelständler - rund 95 Prozent von ihnen zählen zu den kleinen und mittleren Unternehmen.

Die Unternehmensführung durch Eigentümer oder Familienmitglieder wird sehr positiv bewertet: Lediglich 16 Prozent der GEM-Experten sind der Meinung, dass die Unternehmensführung durch ein externes Management ökonomisch erfolgversprechender wäre. Bei rund 75 Prozent der neu gegründeten Unternehmen liegt die Geschäftsführung in familiärer Hand. Zudem spielen Familienmitglieder auch als Mitarbeitende eine große Rolle - bei knapp einem Drittel der neuen Betriebe besteht die Mitarbeiterstruktur überwiegend aus Familienmitgliedern.

Weitere Informationen und Quelle:

RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. – Kompetenzzentrum

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